Heilpraktikerin Susanne Hosse
Orffstraße 4
91489 Wilhelmsdorf
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Ab- und Ausleitungsverfahren

Ab- und Ausleitungsverfahren

„Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, da hat sie schädliche Stoffe angehäuft und will sie ausleeren. Ist die Natur nicht imstande, diesen Vorsatz selbst auszuführen, muss der Arzt eine künstliche Öffnung direkt an der kranken Stelle machen und so Schmerz und Krankheit rasch heilen.“ (Paracelsus, 1493-1541)

Schröpfen

Die Schröpfbehandlung ist eine uralte Therapie, die älter als die Blutegelbehandlung und der Aderlass ist. Man unterscheidet zwischen trockenem Schröpfen, was ein Ableitungsverfahren ist und dem blutigen Schröpfen, was ein Ausleitungsverfahren ist und der Schröpfkopfmassage. Je nach Art der Erkrankung, der Beschwerden und dem Zustand der Haut und des Bindegewebes wird entschieden welches Schröpfen angebracht ist.

Auf die Haut werden unter Vakuum stehende Schröpfgläser aufgesetzt. Durch die Saugwirkung kommt es zu einer verbesserten Durchblutung und Anregung des Stoffwechsels. Beim blutigen Schröpfen wird vorher mit besonderen Instrumenten die Haut verletzt und dann der Schröpfkopf aufgesetzt. Blutiges Schröpfen wirkt durch den Blutverlust ausleitend und entlastend besonders bei Füllezuständen. Trockenes Schröpfen hingegen wirkt blutanziehend, aktivierend und kräftigend auf den Organismus.

Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie gehört zu den ausleitenden Verfahren. Sie kommt zum Einsatz wenn die Blut- oder Lymphzirkulation nicht mehr funktioniert oder es zu Stauungen kommt. Die Therapie funktioniert wie ein sanfter Aderlass. Durch die Stoffe Hirudin und Calin, die im Speichel des Egels vorhanden sind, kommt es nicht zu der natürlichen Blutgerinnung. Die Wirkung dieser Stoffe ist gerinnungshemmend, antithrombotisch, gefäßkrampflösend, entzündungshemmend und lymphstrombeschleunigend. Die Wirkungen des Aderlasses sind allgemein erleichternd und beruhigend, blutreinigend und entgiftend, sowie krampflösend.

Die Therapiemöglichkeiten sind sehr vielfältig bei:

  • Ödemen, Blutergüssen, oberflächliche Venenentzündungen, Hämorrhoiden, Analvenenthrombosen.
  • Im Gesichtsbereich bei Tinnitus, Mittelohrentzündung, Migräne und Spannungskopfschmerz, Nebenhöhlenentzündung, Alterskatarakt, chron. Glaukom.
  • Entzündungen der Hoden, Prostata, Eierstöcke sowie Furunkeln, Karbunkeln, Panaritium, Schleimbeutelentzündung,
  • Schmerzzuständen wie Wirbelsäulensyndrom, Arthrose, Ischialgien, Neuralgien, Myalgien, Arthritiden
  • Stoffwechselerkrankungen und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises im Sinne der ausleitenden Behandlung.

Kontraindikationen sind Blutgerinnungsstörungen und gerinnungshemmende Medikamente, Blutarmut, ausgeprägte Immunschwäche, Patienten mit immunsuppressiver Therapie, ausgeprägte Wundheilungsstörungen und eine Allergie gegen Blutegelinhaltsstoffe (Hirudin, Histamin, etc.)